Hindernisse auf dem Weg

Hattest du schon Gelegenheit, die Meditation „Liebendes Gewahrsein“ zu machen? Wenn ja oder wenn du mit anderen stillen Meditationen vertraut bist, dann hast du vermutlich schon Bekanntschaft gemacht mit dem monkey mind. Wie eine wild gewordene Affenbande rasen die Gedanken durch deinen Kopf, schwingen sich wahllos von einem Ast zum anderen und lassen dich nicht zur Ruhe kommen. Gerade zu Beginn, wenn der Verstand noch sehr ungezähmt ist, braucht es viel Geduld und Mitgefühl, um nicht resigniert das Handtuch zu schmeißen.

Tatsächlich haben die meisten von uns jahrzehntelang ihren Geist trainiert, auf Gedanken mit großer Ernsthaftigkeit zu reagieren und ihnen viel Raum zu geben. Und nun sollen sie auf einmal die Klappe halten? Jein. Natürlich ist es ein absolut beglückendes Gefühl in der Stille zu sein. Und sie wird sich auch immer wieder einstellen, wenn du dich auf sie ausrichtest.

Was du aber jederzeit, hier und jetzt, tun kannst, ist, die Gedanken zu beobachten. Versuche nicht, sie zu ändern, weghaben zu wollen oder sonst irgendetwas mit ihnen zu tun. Sei einfach da. Beobachte. Alle Gedanken dürfen auftauchen, bleiben, solange sie bleiben, und auch wieder verschwinden.

Und mit alle Gedanken meine ich alle. Denn auch die scheinbar erhabenen Gedanken und wertvolle Erkenntnisse sind nur Erscheinungen, die auftauchen und wieder verschwinden. Sie sind eine besonders raffinierte Ablenkung auf dem Weg zur Wahrheit, wie du auch im aktuellen Blogbeitrag nachlesen kannst.