Die Spiele des Erwachens stammen von Regina Dawn Akers. Die Empfehlung ist, jedes Spiel eine ganze Woche lang zu spielen, bevor du zum nächsten Spiel übergehst. Spiele die Spiele in der angegebenen Reihenfolge.

Hinweis von Regina: Bevor ich das Spiel für diese Woche vorstelle, eine Frage: Übst du die Spiele mehr als ein oder zwei Mal? Der Grund, warum ich diese Frage stelle, ist, dass der Verstand nicht will, dass wir in das wahre Selbst gehen und das wahre Selbst erkennen und als das wahre Selbst verweilen, weil er sich dort verlassen fühlt. Er sagt dir: „Jaja, ich weiß, wie das funktioniert. Ich habe ja schon versucht, Gewahrsein zu fühlen, Gewahrsein zu sehen, Gewahrsein zu hören, Gewahrsein zu riechen, Gewahrsein zu schmecken. Es macht keinen Sinn mehr, dieses Spiel weiter zu spielen.“ Aber das ist ein Trick. Der Zweck der Spiele ist es, dich ins Gewahrsein zu bringen und dir zu helfen, dort zu bleiben, bis es dir dämmert, das es das ist, was du bist. Wenn ich ein Spiel mit dir teile, empfehle ich dir daher, es während der Woche zu üben. Versuch also, das so gut wie möglich zu tun. So sind die Spiele effektiv. Lass dich nicht vom Verstand austricksen, auch wenn der Verstand sagt, dass du dieses Spiel diese Woche schon 20 Mal gespielt habt.

Anleitung für Spiel 6

Am besten spielst du dieses Spiel zwei Mal am Tag für eine Woche, ein Mal am morgen und ein Mal später am Tag, wenn du einen ruhigen Moment hast.

  • Schließe deine Augen.
  • Versuche das Gewahrsein an/in deinem Körper zu lokalisieren.
  • Zeige mit deiner Hand auf diese Stelle an deinem Körper. Das kann bspw. hinter den Augen sein, am Hinterkopf, in der Brust Richtung deines Herzens. Was auch immer auftaucht, sei so ehrlich du kannst und schaue, ob du einen Ort in deinem Körper findest, wo das Gewahrsein herkommt.
  • Dann nimm deine Hand wieder herunter und gehe nun mit der Aufmerksamkeit an diese Stelle. Nimm die Empfindungen an diesem Ort wahr. Nimm wahr, wie es sich dort anfühlt und erlaube dir wirklich, deine Aufmerksamkeit dort ruhen zu lassen. Nimm die Grenzen dieses Ortes wahr. Du kannst auch nochmal deinen Finger nehmen und die Grenzen dieser Stelle in/an deinem Körper nachzeichnen. Diese Stelle, auf die du gezeigt hast, ist begrenzt und damit ein Objekt.
  • Und jetzt frage dich: Was sieht dieses Objekt? Was ist sich dieses begrenzten Objekts gewahr, das als Gewahrsein erscheint? Und ist es innerhalb des Objekts? Kann es lokalisiert werden? Hat es einen Ort im Körper, wo es sich aufhält?
  • Wenn dein Verstand denkt, ja – dann beginne den Prozess von vorne. Zeige auf den neuen Ort in/an deinem Körper, an dem du Gewahrsein lokalisierst.  Ist es nun hinter dem Ohr? An einem anderen Ort in der Brust?  Bemerke erneut die Empfindungen dort. Bemerke, dass auch dieser Ort begrenzt ist und dann frage erneut, was sich dessen gewahr ist.

Hintergrund-Info

Die meisten Menschen haben einen Glauben, den sie für so selbstverständlich halten, dass sie nicht einmal wissen, dass sie diesen Glauben haben. Die meisten Menschen glauben, dass das Gewahrsein im Körper ist und dass wenn der Körper stirbt, auch das Gewahrsein stirbt. Sie glauben, dass Gewahrsein ein Nebenprodukt des Körpers ist. Wenn das wahr wäre, dann wäre das Gewahrsein ein Objekt des Körpers, so wie das Gehirn und das Herz Objekte des Körpers sind.

In diesem Spiel geht es darum diesen Glauben zu überprüfen. Während wir im ersten Spiel Ist es ein Objekt? festgestellt haben, dass Gewahrsein kein Objekt ist, indem wir uns auf die äußeren Sinne wie das Sehen, Hören etc konzentriert haben, werden wir uns in diesem Spiel mehr auf den inneren Sinn der Berührung konzentrieren. Wir werden die Aufmerksamkeit auf das Gewahrsein richten und dabei die Empfindungen des Körpers als Werkzeug benutzen.

 

Die Spiele des Erwachens stammen von Regina Dawn Akers. Die Empfehlung ist, jedes Spiel eine ganze Woche lang zu spielen, bevor du zum nächsten Spiel übergehst. Spiele die Spiele in der angegebenen Reihenfolge.

Anleitung für Spiel 5

In diesem Spiel wollen wir herausfinden, ob Gewahrsein ein Objekt ist. Halte inne und teste mit allen fünf Sinnen, ob du Gewahrsein damit wahrnehmen kannst. Du kannst dieses Spiel vier oder fünf Mal jeden Tag für eine Woche spielen.

Sage dir: „Kann ich Gewahrsein sehen?“ und dann schaue, ob du es sehen kannst, so wie du Objekte mit deinen Augen sehen kannst. Frage dich: „Kann ich Gewahrsein hören, kann ich es riechen, kann ich es schmecken, kann ich es berühren?“

Gibt es irgendeine Möglichkeit, dass du Gewahrsein mit deinen Sinnen erfahren kannst? Wenn ja, dann ist es ein Objekt. Oder ist Gewahrsein ein Nicht-Objekt, also kein Ding (no thing) oder wie manche sagen würden nichts (nothing).

Hintergrund-Info

Zur Vorbereitung für das Spiel kannst du diese kleine Übung mit einem Kissen oder einem anderen Alltagsgegenstand machen. Die Übung wird dir zeigen, dass das Kissen ein Objekt ist. Woher weißt du, dass es ein Objekt ist? Weil du es mit den Sinnen erfahren kannst. Du kannst das Kissen sehen, du kannst es fühlen. Wenn du es ein bisschen bewegst und drückst, kannst du es auch hören. Und wenn du wolltest, kannst du es schmecken und auch riechen.

Um die Existenz von Gewahrsein zu beweisen, brauchst du deine Sinne nicht. Du weißt, dass es hier ist, aber es ist kein Objekt.

 

Die Spiele des Erwachens stammen von Regina Dawn Akers. Die Empfehlung ist, jedes Spiel eine ganze Woche lang zu spielen, bevor du zum nächsten Spiel übergehst. Spiele die Spiele in der angegebenen Reihenfolge.

Anleitung für Spiel 4

Sei eine Woche lang aufmerksam und schaue, ob du eine Grenze für das Gewahrsein finden kannst. Kannst du eine Grenze finden, dann beweist das, dass es nicht unendlich ist. Findest du keine, dann kannst du nicht beweisen, dass es nicht unendlich ist.

Du kannst das Spiel nicht nur drinnen zu spielen, sondern auch draußen, wo der Raum weiter und offener ist. Wenn es eine Grenze für das Gewahrsein gäbe, stünden die Chancen draußen besser, sie zu finden.

Nochmal zur Erinnerung: In Spiel 3 hast du den Unterschied zwischen den Sinnen wie Sehen oder Hören und Gewahrsein erkannt. Wenn du die Woche über spielst, suche also nicht nach einer Grenze für das Sehen. Du suchst auch nicht nach einer Grenze für das Hören. Du suchst nach der Grenze für das Gewahrsein. Kannst du sie finden?

Hintergrund-Info

Manchmal passiert es bei diesem Spiel, dass jemand sagt: „Naja, ich kann nicht über diese Wände hinaus sehen, also geht mein Gewahrsein nicht weiter als diese Wände.“ Das ist nicht korrekt. Es stimmt schon, dass du nicht über die Wände hinaus sehen kannst. Aber die Wände sind die Grenzen des Raumes, nicht des Gewahrseins. Du kannst sagen: „Dieser Raum ist nicht unendlich und und ich weiß, dass er nicht unendlich ist, weil da die Grenze ist.“ Das gleiche gilt für den Körper. Der Körper ist nicht unendlich. Ich kann beweisen, dass der Körper nicht unendlich ist, weil er Grenzen hat. Aber kannst du eine Grenze für das Gewahrsein finden – das ist die Frage.

 

Die Spiele des Erwachens stammen von Regina Dawn Akers. Die Empfehlung ist, jedes Spiel eine ganze Woche lang zu spielen, bevor du zum nächsten Spiel übergehst. Spiele die Spiele in der angegebenen Reihenfolge.

Anleitung für Spiel 3

Spiel das Spiel für eine Woche mehrmals am Tag. Nimm dir etwa 10 Minuten Zeit und gehe erst zum nächsten Schritt über, wenn du du dich gut mit der jeweiligen Wahrnehmung verbunden fühlst.

Schritt 1
Werde dir allem gewahr, dessen du dir gewahr bist. Das beinhaltet, dass du dir gewahr bist über Sichtbares, Geräusche, Empfindungen. Es gibt auch Gerüche und Geschmäcker. Öffne deine Wahrnehmung statt auf etwas Bestimmtes zu achten. Öffne dich und sei dir allem gleichzeitig gewahr. Nimm wahr, dass du dir gleichzeitig Sichtbarem, Geräuschen, Empfindungen gewahr sein kannst. Sei so offen und gewahr wie du kannst.

Schritt 2
Jetzt schließe deine Augen. Vielleicht kannst du noch was Sehen, es wird eine andere Art des Sehens sein, wenn deine Augen geschlossen sind. Eher eine Mischung aus Licht und Schatten. Aber die Eindrücke, die du mit offenen Augen gesehen hast, sind weg. Nimm wahr, dass du immer noch gewahr bist. Nimm alles wahr, dessen du dir mit geschlossenen Augen gewahr bist.

Schritt 3
Lass deine Augen geschlossen und und stöpsele deine Ohren zu. Nimm so viel Geräusch weg wie möglich. Nimm wahr, dass dein Sehen weg ist, die meisten Geräusche weg sind, aber nimm wahr, dass Gewahrsein immer noch da ist. Ohne Sehen und Hören kann Gewahrsein mehr in den Vordergrund treten, weil du nicht vom Sehen und Hören abgelenkt bist. Auch wenn du vielleicht noch ein bisschen was siehst und hörst, was du tatsächlich wahrnehmen möchtest, ist, dass auch ohne Sehen und Hören immer noch Gewahrsein da ist.

Schritt 4
Lass die Augen geschlossen, lass die Ohren zugestöpselt und stelle dir vor, dass alle Empfindungen weggenommen wären. Nimm wahr, dass Gewahrsein immer noch da ist. Richte dich auf Gewahrsein aus.

Schritt 5
Dann öffne die Augen und die Ohren. Erkenne, dass du dir mit geöffneten Augen der äußeren Wahrnehmungen gewahr bist. Gewahrsein hängt nicht von den Sinnen ab. Gewahrsein ist sich dessen gewahr, was die Sinne auffassen. Aber wenn die Sinne nichts aufgreifen, dann ist sich Gewahrsein der Abwesenheit der Dinge gewahr.

Hintergrund-Info

Manche Menschen verwechseln Sehen mit Gewahrsein. Wenn sie gebeten werden, wahrzunehmen, dass alles innerhalb von Gewahrsein ist, dann nehmen sie alles wahr, was in ihrem Sichtfeld liegt. Daher ist dieses Spiel dafür gedacht, den Unterschied zwischen Gewahrsein und dem, was wir durch unsere Sinne erfahren, klar zu erkennen.

 

Die Spiele des Erwachens stammen von Regina Dawn Akers. Die Empfehlung ist, jedes Spiel eine ganze Woche lang zu spielen, bevor du zum nächsten Spiel übergehst. Spiele die Spiele in der angegebenen Reihenfolge.

Anleitung für Spiel 2

Es ist ein sehr einfaches Spiel. Nimm dir dennoch Zeit, es zu spielen. Sage nicht, ja klar, habe ich verstanden und mach was anderes. Es hat seinen tiefen Effekt nur, wenn du dir die Zeit nimmst, es zu spielen.

Spiele es drei bis vier Mal am Tag für ca 5 Minuten, jeden Tag die ganze Woche über.

Du kannst es überall spielen. Nimm einfach wahr, dass alles, worüber du dir gewahr bist, innerhalb von Gewahrsein ist. Sage es nicht einfach nur. Mache eine Pause, bis du das Gefühl hast, „Ja, es ist innerhalb von Gewahrsein.“ Wir nehmen Gewahrsein diese Woche wie ein Gefäß wahr.

  • Nimm dir ein Buch und schaue dir eine Seite an. Nimm wahr, dass der weiße Raum am Rand oder der zwischen den Buchstaben im Gewahrsein ist. Nimm wahr, dass auch die Wörter auf der Seite im Gewahrsein sind. Nimm wahr, dass das gesamte Buch im Gewahrsein ist.
  • Du kannst auch deine Hand anschauen. Nimm die Linien in deiner Handfläche wahr und nimm wahr, dass die Linien deiner Handfläche im Gewahrsein sind. Tatsächlich kannst du wahrnehmen, dass deine ganze Hand, jedes Teil von ihr, innerhalb von Gewahrsein ist.
  • Du kannst das ausdehnen, indem du wahrnimmst, dass dein ganzer Arm im Gewahrsein ist. Dafür musst du den ganzen Arm nicht einmal sehen, damit das wahr ist. Du kannst dir bspw. deines Ellbogens gewahr sein, ohne dass er in deiner Sicht ist. Es gibt Empfindungen über deinen Ellbogen. Deine Hand ist bspw. in deinem Sichtfeld, dein Ellbogen ist eher in deinem Empfindungsfeld, aber beide sind innerhalb des Gewahrseins.

Hintergrund-Info

Das Sichtfeld und alles, was es enthält, sind innerhalb des Gewahrseins. Das Empfindungsfeld und alles, was es enthält, sind innerhalb des Gewahrseins. Das Hörsfeld und alles, was es enthält, sind innerhalb des Gewahrseins. Tatsächlich gibt es keinen Unterschied zwischen dem Sicht-, dem Empfindungs- und dem Hörfeld. Sie alle sind innerhalb des Gewahrseins.

 

Die Spiele des Erwachens stammen von Regina Dawn Akers. Die Empfehlung ist, jedes Spiel eine ganze Woche lang zu spielen, bevor du zum nächsten Spiel übergehst. Spiele die Spiele in der angegebenen Reihenfolge.

Anleitung für Spiel 1

Inspiriert durch das Buch „Transparenz der Dinge“ von Rupert Spira

  • Wann immer du diese Woche etwas liest, mache eine Pause.
  • Werde dir gewahr, dass während du die Worte gelesen hast, deine Aufmerksamkeit auf den Worten lag. Dein Gewahrsein war darauf ausgerichtet.
  • Jetzt verschiebe dein Gewahrsein. Statt auf die Worte auf der Seite zu achten, achte auf die weiße Seite, auf welche die Worte geschrieben sind.
  • Nimm den weißen Raum an den Rändern wahr. Nimm den weißen Raum zwischen den Absätzen wahr. Nimm den weißen Raum in den Buchstaben wahr, bspw. beim o, u, d.
  • Sei dir gewahr, dass der weiße Raum die ganze Zeit da war, du ihn nur nicht wahrgenommen hast, weil du auf die Worte fixiert warst.
  • Dann verschiebe deine Aufmerksamkeit wieder, indem du dir des Gewahrseins, das sich dem weißen Raum gewahr ist, gewahr wirst.
  • Halte deine Augen dabei weiterhin auf den weißen Raum ausgerichtet, aber richte deine Aufmerksamkeit auf dein Gewahrsein aus.
  • Verweile einen Moment dort, ein paar Sekunden, du musst sie nicht zählen.

Hintergrund-Info

Erkenne, dass, als du auf die Worte geachtet hast, der weiße Raum schon da war. Du hast nur nicht darauf geachtet. Es ist nicht so, dass der weiße Raum plötzlich aufgetaucht ist. Er war die ganze Zeit da, aber komplett unbemerkt.

So ist es auch mit dem Gewahrsein unseres wahren Selbst. Es ist immer da, aber wenn wir auf unseren plappernden Verstand hören, achten wir auf unsere Gedanken. Auch wenn wir auf unsere Gefühle oder andere äußere Wahrnehmungen achten, sind wir uns des Gewahrseins nicht bewusst. Aber Gewahrsein ist wie der weiße Raum auf der Seite. Es ist immer da. Tatsächlich nimm wahr, dass die Worte gar nicht hier sein könnten, wenn die Seite oder der weiße Raum nicht da wäre, um sie zu tragen. Der weiße Raum ist notwendig, damit die Worte erscheinen können.

So ist es auch mit Gewahrsein. Gewahrsein ist die Grundlage, so wie der weiße Raum. Gedanken tauchen im Gewahrsein auf, so wie die Worte auf der Seite erscheinen. Auch Gefühle erscheinen im Gewahrsein. Wahrnehmungen erscheinen im Gewahrsein. Gewahrsein ist die Seite, die alle diese Objekte erlaubt und ermöglicht.

 

 

 

Gesegnet sind wir
auf diesem Boden zu tanzen
mit dem Rhythmus der Heiligen,
um den Klang zu tragen.

Wir halten ein Gebet für die Erde
für die, die noch kommen werden.
Mögest du in Schönheit wandeln
und dich an dein Lied erinnern.

Erinnere dich, warum du hergekommen bist.
Erinnere dich, dass dein Leben heilig ist.
Erinnere dich, warum du hergekommen bist.
Erinnere dich, dass dein Leben heilig ist.

– Text und Musik: Peia; Übersetzung: yvonne unger –

Komm, GEIST, komm, GEIST, komm, GEIST, komm.
Bleibe hier in meinem Geist. GEIST, komm.
Lehre mich, nach dem Frieden und dem Licht zu greifen.
Lehre mich, alle als eins in Christus zu sehen.

Lebe, GEIST, lebe, GEIST, lebe, GEIST, lebe,
wasche mein Herz mit der Liebe, die vergibt.
Geh mit mir, zeige mir jeden Schritt, den ich tun soll.
Bleibe in mir, hilf mir, meine Fehler zu korrigieren.

Sing, GEIST, sing, GEIST, sing, GEIST, sing
Lieder von Gottes Barmherzigkeit und Liebe. GEIST, singe.
Erfülle mich, flöße mir die Wahrheit ein, die süß ist.
Halte mich, umschließe mich in vollkommener Einheit.

Führe, GEIST, führe, GEIST, führe, GEIST, führe.
Leite meine Füße auf Pfaden der Rechtschaffenheit.
Läutere mich, durchleuchte mich mit Eingebungen der Gnade.
Gib in der Stille Führung, und ich werde gehorchen.

Komm, GEIST, komm, GEIST, komm, GEIST, komm.
Bleibe hier in meinem Geist. GEIST, komm.
Lehre mich, nach dem Frieden und dem Licht zu greifen.
Lehre mich, alle als eins in Christus zu sehen.

– Text und Musik: Resta Burnham; Übersetzung: yvonne unger –

Da ist eine Decke der Dankbarkeit –
ein Gefühl der Umarmung der Liebe – eine Zeitlosigkeit – und eine Akzeptanz der Lehren…

Dass alles gut ist…
Dass die Heilung des Geistes geschieht,
Dass die Wahrheit dessen, was ich bin, niemals verloren gehen kann.

Da ist diese stille Freude, die aus der Hingabe kommt.
Eine Akzeptanz, dass ich – getrennt von der Quelle – einfach nicht bin
und dass das, was ich bin, alles ist, wonach ich gesucht habe.

Es gibt ein Anerkennen des Widerstands, der im Körper/Geist verbleibt
und das schöne Wissen, dass ich das nicht bin.
Es gibt ein Staunen, wenn das Interesse am denkenden Verstand
und der Geschichte, die er erzählt, verloren geht.
Die Angst macht mich nicht länger blind für die Wahrheit, die niemals verloren gegangen ist.

Das Reich Gottes ist in mir.
Ich lege bereitwillig alle Anhaftung an das „Leben“ ab,
das cyndi getrennt von der Quelle konstruiert hat.
Ich vertraue.
Ich setze meinen Glauben in Gott, meinen Vater.

Bitte – mein Gebet ist nur dies.
Dass ich die Wahrheit bin und nur der Wahrheit diene, bis die Wahrheit alles ist, was es gibt.
Dass dieses Gefäß von allem gereinigt wird, was das Heilige Licht verdunkelt.
Dass aller Krieg, alle Angst, aller Angriff und alle Verteidigung von mir genommen werden.
Dass ich der Friede Gottes sein kann.
Dass ich den Frieden Gottes auf alle, die ich sehe, ausdehnen kann.

Lieber Herr – bitte – ich bete…
Nimm die Scheuklappen von meinen Augen,
damit ich den Christus in jedem und allem sehen kann.

Ich bete.
Dass die Stöpsel aus meinen Augen entfernt werden,
Dass ich das Wort der Wahrheit klar höre und ihm klaglos folge.

Ich binde mich bereitwillig und freudig an dich.
Es gibt nichts anderes, was ich tun möchte.
Ich akzeptiere deinen Willen für mein Glück.
Möge sich dein Segen heute in mir erfüllen.

– cyndi krupp –

Mooji erzählt die folgende Geschichte von einer großen Yogini:

Eine große Yogini war tief in Meditation versunken.

Plötzlich waren wunderschöne und melodiöse Klänge zu hören, die wie aus dem Nichts und gleichzeitig von überall her kamen. Es war wie nichts, was sie jemals gehört hatte. Sie fühlte: „Diese Musik ist wirklich wunderbar, aber sie kann nicht das sein, was ich bin, denn ich bin hier, um sie zu hören. Die Musik verblasste.

Dann erschienen die herrlichsten Farben, wie sie kein Maler malen konnte oder eine Blume je haben könnte, denn sie waren nicht von dieser Welt. Sie dachte: „Das ist wirklich erstaunlich schön. Aber es kann weder das sein, was ich bin, noch kann es wirklich sein, denn es kann nicht erscheinen, wenn ich nicht hier wäre, um es wahrzunehmen.“ Auch dieses Phänomen ignorierte sie. Kurz darauf verschwand auch dieses Phänomen in der Gegenwart ihres tiefen und unbeweglichen Schweigens.

Kurz darauf erschienen mehrere Wesen, die wie aus reinem Licht geformt waren, durch den Raum schwebten und sie liebevoll und einladend anlächelten. Sie fühlte sich zutiefst berührt und von liebevollen Emotionen erfüllt, doch innerlich bewahrte sie irgendwie ihre Fassung. „Wie tiefgründig“, dachte sie, „aber auch das kann nicht das sein, was die unveränderliche Wirklichkeit ist, denn wenn ich nicht hier wäre, wer würde sie sehen?“ Sobald diese Erkenntnis eintrat, verschwanden die Figuren.

Ihr Geist drang in ihr Herz ein und konnte keine Wirkung mehr entfalten. Es herrschte eine tiefe Stille, als ihr Geist in ihrem unteilbaren, unbesiegbaren und essentiellen Wesen verschmolz – ein Zustand, den die Yogis als Nirvikalpa Samadhi* kennen.

*Im Nirvikalpa Samadhi vereint sich das geistige Bewusstsein derart mit dem höchsten Selbst (Paramatma), dass sich die Unterscheidung zwischen Erkennendem, Erkenntnis und Erkanntem verflüchtigt, wie Wellen im Wasser verschwinden oder sich wie Schaum im Meer auflöst