Heute möchte ich dir wieder einmal eine typische Falle auf dem Weg zur Wahrheit vorstellen, die ich selbst zu gut kenne. Vielleicht hilft dir dieser Fingerzeig dabei, schneller zu erkennen, dass du ebenfalls in der Falle steckst, oder dabei, gar nicht erst hineinzutappen.

Auf Englisch heißt die Falle Spiritual Bypassing. Auf deutsch könnte sie mit spiritueller Vermeidung übersetzt werden. Damit ist gemeint, dass du spirituelle Ideen und Praktiken verwendest, um ungelöste emotionale Probleme, psychische Wunden und unvollendete Entwicklungsaufgaben zu umgehen oder zu vermeiden.

Wie du merkst, dass du in der Falle steckst? Du meditierst, machst Yoga, hast vielleicht einen Lehrer oder Guru, sagst dir täglich Affirmationen oder arbeitest mit irgendeiner anderen spirituellen Praxis – aber innerlich fühlst du dich leer, apathisch oder irgendwie verdreht und unruhig.

Unter der Oberfläche brodelt es. Also machst du noch mehr von oben genanntem. Noch mehr Meditation, noch mehr Yoga. Aber es wird nicht besser, eher schlimmer. Im Grunde ist das wie ein Schnellkochtopf: Von oben drückst du immer fester den Deckel drauf, während du von unten immer mehr Feuer machst.

Und wie kommst du aus der Falle wieder raus?

  • Der erste Schritt, um den Kurs zu ändern, lautet immer: Halte inne. Setze dich an einen ruhigen Ort. Atme. Tue nichts.
  • Erkenne, dass dies ein Muster ist, mit dem du dich zu schützen versuchst. Daran ist nichts falsch. Das ist zutiefst menschlich.
  • Sei bereit, dir da zu begegnen, wo du gerade stehst. Das nennt sich Mitgefühl. Je mehr du diese Haltung dir selbst gegenüber kultivierst, desto mehr kannst du anderen mit Mitgefühl begegnen.
  • Lass auftauchen, was jetzt gerade da ist. Heiße alles willkommen. Nimm alles an. Wenn dir das nicht gelingt, dann nimm das „Nicht-Annehmen“ an. Nimm den Widerstand an. Nimm die Angst an. Erlaube allen Gefühlen, da sein zu dürfen. Jedes zu Ende gefühlte Gefühl stirbt natürlicherweise.
  • Sei achtsam und geduldig mit dir. Wenn es dir zu groß erscheint, hole dir dazu Unterstützung. Gerne darfst du auch mich kontaktieren und wir schauen, was es jetzt gerade für dich braucht.

Amokläufe, Krieg, große und kleine Gewalttaten direkt von deiner Haustüre und rund um den Globus. Wie leicht ist es, die Verantwortung bei diesem einen oder jener anderen zu sehen. Doch niemand handelt losgelöst vom großen Feld des Bewusstseins. Alle, auch die Menschen, die du am meisten ablehnst, sind miteinander verbunden.

Mit dem Finger auf andere zu zeigen, Täter zu benennen, Gründe zu eruieren – macht vor allem eins: Es hält die Trennung aufrecht. So lange es in deinem Geist diese und jene, dich und die anderen, gibt, bist du Teil des Problems, nicht der Lösung.

Wenn du dir also Frieden wünschst, in dir und in der großen Spiegelung „da draußen“, dann lade ich dich zu folgender Übung ein:

  • Suche dir ein beliebiges Ereignis, von dem du ganz spontan und ganz unverblümt denkst, dass es einer oder mehrere andere verursacht haben. Es kann dich direkt betreffen oder du du kannst nur in irgendeiner Form Zeuge davon sein.
  • Welche Energie ist dort präsent? Bspw. Macht, Unterdrückung, Recht haben wollen… Je ehrlicher du mit dir und deinem Urteil bist, desto tiefer wird diese Übung dich berühren.
  • Und nun schaue, wo in deinem Leben du an diese Energie glaubst, sie hochhältst oder sie für wahr erklärst. Es kann weniger intensiv sein als in dem Ereignis selbst. Du wirst vermutlich keinen Amoklauf gemacht oder einen Krieg ausgelöst haben, aber die Energie des „Amok Laufens“ des im „Krieg mit etwas/jemanden sein“ ist immer dieselbe.
  • Nun erkenne an, dass du das Feld fütterst mit deinem Glauben und deinen Entscheidungen. Es geht hier nicht um Schuld, sondern um Verantwortung.
  • Dein Teil zur Heilung ist es, diese Energien in dir zu heilen. Wie das geht? Indem du es siehst, erkennst und bereit bist, loszulassen.

Besonders gut funktioniert das in Dyaden Meditationen, in Vergebungsarbeit mit einem Lehrer Gottes oder auch im kontemplativen Schreiben. Wenn du Unterstützung oder eine Anleitung dazu brauchst, lass es mich gerne wissen.

Was uns im Weg steht, sind die Bilder und Ideen, die wir uns von Meditation, Wahrheit und Erleuchtung gemacht haben. Sie sind Grundlage für Urteile, Vergleiche und Selbst-Sabotage. Bspw. kursiert die Idee, dass Meditation bedeutet, dass der Geist komplett leer ist. Kein Gedanke, keine Wahrnehmung, nichts. Gemessen an dieser Definition ist Scheitern quasi vorprogrammiert. Möglicherweise taucht dieser Zustand irgendwann auf. Nur wisse: Du kannst es nicht machen. Und mehr Anstrengung führt zum gegenteiligen Ergebnis.

Daher lade ich dich ein, dich zu entspannen und nichts zu tun. Wenn du dich also das nächste Mal, in Stille zur Meditation hinsetzt, dann tue nichts. Habe keine Absicht. Verfolge kein Ergebnis. Sei einfach nur präsent mit allem, was auftaucht. Wie Wellen im Meer gibt es Bewegungen in deinem Geist. Mal mehr, mal weniger.

Die Ruhe im Geist stellt sich ein, wenn du alles da sein lassen kannst, ohne es anders haben zu wollen. Und wenn du währenddessen bemerkst, dass du deine Erfahrung doch kommentierst – „Geh weg, ach nicht schon wieder, mehr davon…“ – bemerke auch das. Füge nichts hinzu, lasse nichts weg.

Lass dir Zeit. Sei geduldig, aber beständig. So wie ein Ventilator noch nachschwingt, lange nachdem er bereits vom Strom genommen wurde, so schwingt dein Geist ebenfalls nach und er wird noch eine Weile in Bewegung sein. Wenn du ihn aber nicht weiter fütterst und erneut an den Strom anschließt, wird er genau so sicher zur Ruhe kommen.

Heute möchte ich dich einladen, eine sehr lebenspraktische Meditation kennenzulernen. Du brauchst dazu keinen stillen Ort, kein Meditationskissen und auch keine besondere Technik.

Diese Meditation ist ein großes JA zum Leben. Sie ist das vollständige Annehmen jedes Atemzugs, jeder sinnlichen Erfahrung und jeder Emotion als Tor zu einem tiefen und intimen Kontakt mit den Energien des Lebens. Indem du deine komplette Aufmerksamkeit auf eine Erfahrung richtest, sie vollständig da sein lässt und bedingungslos umarmst, verbindest du dich mit dem grenzenlosen Gewahrsein, das alles durchdringt.

Die Möglichkeiten dazu sind endlos: Jede Körperwahrnehmung von Hunger, Durst, sogar Niesen, jedes Gefühl ob Liebe oder Hass, Freude oder Angst können Gegenstand deiner Meditation sein. Insgesamt 112 solcher Wege finden sich in den Radiance Sutras, die wiederum auf dem sehr alten Lehrtext Vijnana Bhairava Tantra basieren. Die Verse klingen wie wundervolle Gedichte, sind allerdings als ganz konkrete Anleitungen zur Umsetzung zu verstehen. Einen davon möchte ich dir heute als Anregung mitgeben:

Erlebe den Geschmack dunkler Schokolade,
einer reifen Aprikose,
eines üppigen Elixiers –
Genieße die wachsende Freude in deinem Körper.
Die Natur bietet sich dir an.
Wie erstaunlich
zu erkennen, dass diese Welt so gut schmecken kann.

Wenn du etwas Ambrosia nippst,
erhebe dein Glas,
schließe deine Augen,
stoße auf das Universum an.
Auf die Sonne, den Mond und die Erde,
die zusammen getanzt haben,
um dir diese Freude zu bringen.
Empfange den Nektar auf deiner Zunge
als einen Kuss des Göttlichen.
– Radiance Sutra 49 –

Um Wahrheit von Illusion zu unterscheiden, ist es hilfreich, zu wissen, was mit Illusion gemeint ist. Hier eine Definition: Eine Illusion ist etwas, das etwas anderes zu sein scheint, als es ist. Nimm bspw. deinen Körper oder irgendein anderes Objekt in dieser Welt. Er erscheint als feste Materie, obwohl laut Quantenphysik dein Körper so wie alle anderen Dinge auch aus reiner Energie bestehen. Du könntest auch sagen: Alles ist Bewusstsein.

Woher aber kommen dann all die Körper und anderen Dinge? So wie ein Goldschmied aus Gold einen Ring, eine Halskette, ein Armband formt, so formt sich Bewusstsein zu Körpern, Gedanken, Gefühlen. Doch egal welche Form es annimmt: Gold bleibt Gold und Bewusstsein bleibt Bewusstsein.

In einem bestimmten Zeitfenster entspricht es also durchaus der relativen Realität, dass ein Armband existiert oder dein Körper oder die Welt. Nur wenn du vergisst, dass sie Formen der EINEN Essenz sind und keine eigenständige Substanz haben, bist du in der Illusion gelandet. Und das mag für viele eine hinnehmbare Sache sein.

Für alle anderen steht der Weg zur Wahrheit jederzeit offen. Dazu muss sich die Illusion nicht einmal auflösen. Durch die Verschiebung deines Gewahrseins ist es jederzeit möglich, zwischen der Form und der Essenz zu wechseln oder dir beider gleichzeitig bewusst zu sein. Wenn du diese Verschiebung selbst erforschen möchtest, dann lade ich dich zum Spiel des weißen Raums ein.

Viele Jahre spiritueller Suche hatten vor allem das Ziel, dieser Welt zu entkommen. Wenn ich nicht der Körper bin und die Welt nur Illusion – juhu! – dann kann ich beides ja getrost ignorieren und mich in Stille zurückziehen. Rückblickend kann ich sagen, dass dieser Glaubenssatz mich vor allem davon ferngehalten hat, Liebe und Freude zu erfahren. Und ganz besonders hat er genau das aufrechterhalten, was ich in jedem Fall loswerden wollte: die Trennung.

Umso dankbarer bin ich für all die Hinweisschilder auf meinem Weg, welche mich immer wieder eingeladen haben, alles als Ausdruck des Göttlichen zu erkennen. Ob als reines Bewusstsein, schöpferisches ICH-BIN Bewusstsein oder als limitiertes Bewusstsein in Raum und Zeit, das sich als Körper, Objekt und Welt erfährt – alles ist eins. Und ja, auch jede menschliche Erfahrung in jedem Augenblick ist göttlich.

Auf wunderbare Weise hat das Dorothy Hunt zum Ausdruck gebracht:

„Wenn wir uns nicht von unserer wahren Natur oder von der Wahrheit des Augenblicks trennen – was auch immer das sein mag – sind wir in Frieden, selbst wenn der Augenblick nicht friedlich ist. Es ist nicht der Verstand, der lernt, den Moment zu akzeptieren oder mit ihm vertraut zu sein; er weiß nicht, wie!

Vielmehr ist es unsere wahre Natur, unser weites Herz, das immer offen ist, immer in Wahrheit ist und immer mit Mitgefühl den Moment genau so berührt, wie er ist, was unsere Erfahrung transformiert. Diese Transformation geschieht nicht dadurch, dass wir unsere Erfahrung verändern, sondern dadurch, dass wir sie voll und ganz annehmen und sie mit den Augen der Wahrheit und nicht der Illusion sehen.

Was auch immer hier ist, was auch immer auftaucht, kommt auf uns zu, um gesehen zu werden, um geliebt zu werden. Wir mögen Jahre oder Leben damit verbracht haben, das, was hier ist, abzulehnen. Aber wenn wir anfangen, die Wahrheit unserer Erfahrung mehr zu wollen, als dass wir wollen, dass das Leben auf eine bestimmte Art und Weise aussieht, beginnt die Wahrheit sich auf immer tiefere Weise zu offenbaren.“

 

Wusstest du, dass dein Körper von einem System gesteuert wird, welches jeden Moment überprüft, ob du in Gefahr oder in Sicherheit bist? Dein autonomes Nervensystem tut dies und zwar ohne dass du davon bewusst etwas mitbekommst. Wird Gefahr vermutet, reagiert dein Körper mit Flucht, Angriff oder Starre. In diesem Zustand kannst du weder entspannen noch eine klare Entscheidung treffen. Viele Menschen befinden sich dauerhaft in diesem Zustand, da ihr System vor allem durch abgespeicherte frühkindliche Erfahrungen ständig aktiviert ist.

Wenn du also versuchst in diesem Zustand, zu meditieren oder auf deine innere Führung zu hören, dann wirst du vermutlich wenig Erfolg damit haben. Es ist auch wenig zielführend, über den Kopf zu versuchen, in die Stille und Leere zu kommen. Denn dein Körper und dein Nervensystem lassen sich nicht austricksen.

Daher ist es hilfreich, dein autonomes Nervensystem mit ins Boot zu holen. Und hier wird es spannend: Neben praktischen Übungen zur Heilung und Regulierung für das Nervensystem basiert diese auf demselben Grundsatz wie spirituelle Praktiken – Gewahrsein! Indem du einen Raum des Gewahrseins schaffst, in dem du beobachtest und allem was auftauchst, deine wertfreie Aufmerksamkeit schenkst, hat dein System die Möglichkeit sich zu regulieren. Noch einfacher geht das mit einem Gegenüber. Das nennt sich dann Co-Regulation und ist auch die Grundlage der Dyaden Meditation, in der wir einen gemeinsamen Raum des Gewahrseins schaffen.

Und jetzt wird es noch spannender: Du kannst dich auch mithilfe deiner inneren Weisheit, deinem Höheren Selbst, dem Göttlichen co-regulieren. Indem du dich mit dem allumfassenden Gewahrsein verbindest, bspw. durch Kontemplation, intuitives Schreiben etc, regulierst du gleichzeitig dein System.

Ein Weg zur Wahrheit ist die Vergebung, wie Ein Kurs in Wundern sie lehrt. Vergebung im Sinne des Kurses bedeutet: Ich habe an die Stelle der Wahrheit etwas Unwahres gesetzt. Ich vergebe mir (!), indem ich diesen Fehler erkenne und ihn in meinem Geist korrigieren lasse.  Und wie geht das ganz konkret? Erstens lerne das Wahre vom Unwahren zu unterscheiden. Zweitens sei bereit, das Unwahre loszulassen.

Was ist Wahrheit? Die absolute oder auf universelle Wahrheit ist eine unveränderliche und dauerhafte Tatsache. Sie ist immer wahr. Sie ist nicht gebunden an bestimmte Voraussetzungen oder Betrachtungsweisen. Wahrheit kann nicht in Worte gefasst werden. Sie kann nur direkt und unmittelbar erkannt werden.

Umgekehrt bedeutet das, dass alles, was nicht Wahrheit ist, unwahr ist. Alles, was in Raum und Zeit existiert, was einen Anfang und ein Ende hat, was sich definieren lässt, sich verändert – ist unwahr.

Nun lade ich dich ein, dich für einige Minuten in die Stille zu begeben. Lass in dieser Zeit einfach alles auftauchen, was auftaucht. Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen… beobachte… Erkenne: Alles, was auftaucht, ist nicht immer da, es kommt und geht. Es ist unwahr. Im Gegensatz dazu ist das Gewahrsein, der Beobachter, das Bewusstsein, das alles wahrnimmt, immer da. Das ist die Konstante.

Bist du bereit für Vergebung? Dieser Schritt erfordert deine Bereitwilligkeit. Du entscheidest, ob du weiterhin deine Aufmerksamkeit, deine Energie, deinen Glauben auf das Unwahre ausrichtest, indem du dich damit beschäftigst, es durch Wiederholen und Festhalten fütterst, oder ob du dich der Wahrheit verschreibst. Du kannst diesen Schritt mit dem HEILIGEN GEIST gehen oder in stiller Meditation oder in täglicher Hingabe oder in Selbsterforschung – Hauptsache, du gehst ;)

Vor einigen Jahren habe ich ein Video gesehen, in dem eine Frau von ihrer Nahtoderfahrung berichtet (du kannst es dir hier auf youtube anschauen). Bis heute ist dieses Video einer meiner wichtigsten Anker, wenn es um die Haltung gegenüber dem Leben geht. Die Kernaussage von Natalie Sudman, die während eines Einsatzes im Irak in eine Explosion gerät und daraufhin ihren Körper verlässt, ist:

  • Aus der Sicht des reinen Bewusstseins ist ALLES, was ist, ein Geschenk.
  • Neugier und Staunen ist die natürliche Reaktion auf das Wunder des Lebens.
  • Mit dieser Haltung ist das ganze Leben Spaß.

Die Wahrheit dieser Aussage ist leicht anzunehmen, wenn sich alles nach deinen Wünschen entwickelt. Doch was, wenn es richtig bescheiden läuft? Dann hört sich diese Weisheit nach blankem Hohn an. Und gerade dann ist sie die richtige Medizin. Denn sie schenkt dir Öffnung, Weite, Gelassenheit und Humor statt Enge und Ernst.

Vielleicht beginnst du mit kleinen Dosen dieses kostbaren Elixiers. Gerade wenn der Widerstand besonders groß ist, könntest du dir vornehmen, dich für nur 1 Minute auf wertfreies Staunen auszurichten. Du stoppst also dein gewohntes Muster, öffnest dich für 1 Minute der Möglichkeit, dass das Leben größer ist als es dein besorgter Verstand gerade vermutet. Gratuliere! Allein die Tatsache, dass du das alte Gedankenkarussell gestoppt hast, ist Heilung.

„Die eigene Ausrichtung zu klären, bedeutet,
genau zu wissen, worauf du dein spirituelles Leben ausrichtest,
nicht als zukünftiges Ziel, sondern in jedem Augenblick.“
– Adyashanti –

Das Leben entfaltet sich entlang dessen, was du am meisten schätzt. Daraufhin wirst du deine Entscheidungen treffen und entsprechend handeln. Herauszufinden, was dein höchstes Ziel ist, ist keine Sache des Verstandes, sondern des Herzens. So kannst du bspw. glauben, dass Liebe oder Wahrheit deine Werte sind, aber nicht danach handeln. Vor allem sehr allgemein formulierte Ziele werden dein Herz nicht berühren und daher nicht die Kraft haben, dich auf dem Weg zu halten.

Daher lade ich dich ein, dein ganz persönliches spirituelles Ziel zu finden. Es ist der erste und wichtigste Schritt auf deinem Weg. Und hier ein paar Fragen, welche dir bei der Formulierung helfen:

  1. Ich möchte… sein.
  2. Ich möchte… wissen.
  3. Ein gut gelebtes Leben ist für mich…

Schreibe die Antworten nicht aus dem Kopf heraus auf. Tue etwas, was dich in einen Zustand des offenen Herzens und der Hingabe versetzt, bevor du antwortest. Nimm dir Zeit. Kontempliere die Fragen. Meditiere. Bete. Höre Musik, die dich mit deinem Herzen verbindet.

Wenn du die Antworten aufgeschrieben hast, schaue, wie du das alles in wenigen aussagekräftigen Worten sagen kannst? Das ist der Entwurf deines Ziels. Um zu sehen, ob es dein wahres Ziel ist, versuche, damit zu leben. Unterstützt es dich und hilft dir…

  • Entscheidungen entsprechend deines Zieles zu treffen
  • dranzubleiben, auch wenn es schwierig wird.
  • alles anzuziehen, was du zum Erreichen deines Ziels brauchst

Wenn ja, dann ist es deines. Wenn nicht, suche noch tiefer nach dem, was du wirklich willst. Die Formulierung wird sich im Laufe der Zeit immer wieder ändern. Wenn du merkst, dass ihre „Wirkung“ nachlässt und sie dich nicht mehr berührt und leitet, wiederholst du den Prozess wie hier beschrieben.

PS: Weitere Ausführungen von Adyashanti zu diesem Thema findest du in dem kostenfreien eBook The Way of Liberation.